INTRAversität, (Vor-)Lesung 4: Die Intranet-Vision entwickeln

Sehr geehrtes Auditorium, heute möchte ich Sie dazu aufrufen, Ihren Geist zu öffnen! Zu hoch gegriffen, meinen Sie? Keinesfalls, denn bevor wir uns in den nächsten Vorlesungen auf konkrete Teilschritte vertiefen, wollen wir einmal ganz groß denken. Wenn Sie Social Intranet nicht nur als Projekt sehen, sondern als eine echte Chance, Ihr Unternehmen zu bewegen, dann brauchen Sie mehr als einen Projektplan. Dann brauchen Sie eine Vision. Also lassen Sie uns zu Visionären werden!

Zunächst ist zu klären was genau eine Vision eigentlich ist und wie sie formuliert wird. Eine Vision stellt ein attraktives Bild einer wünschenswerten Zukunft dar und vereint die Bedürfnisse der wichtigsten Anspruchsgruppen. Im Falle des Intranets sind dies vor allem die Mitarbeiter und das Management, es können aber auch die Kunden sein.

Die Vision ist eine Vorstufe für die Ableitung von Zielen, sie muss daher noch nicht konkret und messbar formuliert sein. Gute Visionen enthalten lediglich eine sehr kurze und emotionale Botschaft, die den Nutzen von Social Intranet auf den Punkt bringt. Erobern Sie mit Ihr vor allem die Herzen, nicht den Verstand!

Wunderbare Visionen, die sicherlich besonders freudig auf das Intranet einstimmt, sind beispielsweise diese:

„Work like a Network“

„Wir wissen, was unser Unternehmen weiß“

„Wissen in Chancen verwandeln – jederzeit und von jedem Ort“ 

Die Vision Ihres Intranet-Projektes kann natürlich eine völlig andere Leitidee verfolgen. Behalten sie die Anspruchsgruppen dabei im Gedächtnis und seien Sie kreativ.

Die Vision der zukünftigen modernen Zusammenarbeit im Intranet sollte die Basis für jedes weitere Vorgehen sein. Aus ihr entwickeln sich die Intranet-Strategie und weitere Ziele. Je besser sie den strategischen Nutzen des Intranets auf den Punkt bringt, umso leichter wird es fallen, das Management für das Vorhaben zu gewinnen. Im besten Fall wird die Social-Intranet-Vision sogar gemeinsam mit dem Management und dem Projektteam entwickelt. Ich kann die Einbeziehung vom Management in die Visionsentwicklung für Ihr Intranet-Projekt sehr empfehlen. Immerhin wird an diesem Punkt das Bild des zukünftigen Arbeitens entwickelt. Dieses Vorgehen schafft ein strategisches Gesamtverständnis bei den wichtigsten Einflusspersonen im Unternehmen und sorgt für Rückenwind von ganz oben. Mit dieser positiven Aufbruchsstimmung lassen sich nun die nächsten Schritte einleiten. Gleichzeitig wird allen Beteiligten leichter klar, dass das Vorhaben des Aufbaus und der Etablierung eines modernen Intranets nicht von heute auf morgen passiert.

Fragen?

Wie entwickelt man eine gute Vision?

Die beste Methode zur Entwicklung einer Intranet-Vision ist ein interaktiver Strategie- und Visions-Workshops. Ein Impulsvortrag über modernes Arbeiten ist dabei ein guter Einstieg, denn er regt die Diskussion an über Erfahrungen und Wünsche für eine bessere Zusammenarbeit und Kommunikation im eigenen Unternehmen. Durch gezielte Fragen des Moderators und durch Visualisierung aufgeworfener Themen und Begriffe kristallisiert sich im Laufe des Workshops ein immer klareres Bild des Nutzens von Social Intranet für das Unternehmen heraus. Dieses braucht schließlich nur noch zu einer kurzen, emotionalen Visions-Botschaft formuliert werden.

Folgende Beispielfragen regen die Diskussion an:

  • Was motiviert uns, über Änderungen in der Intranet-Landschaft nachzudenken?
  • Wie wird uns das neue Intranet verändern?
  • Welche Geschäftsprozesse können effektiv durch das Intranet unterstützt oder verbessert werden?
  • Wie kann uns das Intranet helfen, unsere Unternehmensziele zu erreichen?
  • Wie werden wir wissen, ob das Projekt erfolgreich ist?
  • Wie können unser Unternehmen und jeder Einzelne vom neuen Intranet profitieren?

Das war´s für heute! Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Beim nächsten Mal widmen wir uns den Zielen.

 

Weitere Empfehlungen

  • So kann Zusammenarbeiten heute aussehen – eine Microsoft-Version.
  • S. 40/41 im Buch “Willkommen in der neuen Arbeitswelt. So erwecken Sie ein Social Intranet zum Leben“

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Freitag, September 28th, 2018 at 4:14am
Kunde entscheidet sich gehen Chief Digital Officer. Alle Führungskräfte müssen das Thema Digitalisierung treiben.
Donnerstag, September 20th, 2018 at 12:09am
1. Schritt für Kulturänderung = Teilen.
Aussage Mitarbeiter: Wenn du alles teilst, was du weißt, bist du bald überflüssig.
Antwort von @haraldschirmer: Nur wenn ich aufhöre zu lernen. #iomsummit #ioms18
Mittwoch, September 19th, 2018 at 5:08pm
Aber manche Nichtanwesende wollen nachrechnen, was ein ESN genau bringt und lieber den Like-Button wegprogrammieren ... #Augenverdrehen #ioms18 #iomsummit
Come on! https://t.co/31T2g2nVgS
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Intranet-Babett
Intranet-BabettMittwoch, Oktober 10th, 2018 at 10:43pm
Die 20 min vor dem Start des Führungskräfte-Workshops ...
mit Alexander Kluge
#superhelden
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Intranet-BabettDienstag, Oktober 9th, 2018 at 8:27am
Noch hübsch machen für das Oktoberfest oder die Firmenparty? Die Langhaarmädchen kommen echt vorbei und flechten das Haar ...

https://www.dm.de/dm-marken/langhaarmaedchen/about/
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Intranet-BabettSonntag, Oktober 7th, 2018 at 6:26pm
Wir zerbrechen uns manchmal den Kopf, wie wir am besten einen Workshop starten ...
Die Idee hätten wir - fehlt nur noch der Kunde. 😆

https://truththeory.com/2018/09/30/high-school-students-honour-retiring-teacher-with-moving-haka/
Intranet-Babett
Intranet-BabettFreitag, Oktober 5th, 2018 at 6:13am
Seeeehr interessant. Mit zunehmender Digitalisierung sollten wir alle Künstler werden.
Intranet-Babett
Intranet-BabettFreitag, Oktober 5th, 2018 at 2:16am
Heute inspirierende Aussichten:
Wir spinnen Workshop-Ideen im Coworking space bei www.wework.com
Intranet-Babett
Intranet-BabettMittwoch, Oktober 3rd, 2018 at 9:42pm
Ein Spital möchte die Digitalisierungsstufe 7 nach EMRAN erreichen und stellt dafür auf eine neue Software um.
Um dieses gewaltige Transformationsprojekt zu stemmen, braucht es auch eine umfassende Information und eine transparente Kommunikation der 5.500 Mitarbeitenden. 👩‍🏫👩🏽‍🔬🏥🚑

“Das wird spannend, weil wir die Zukunft gestalten. Es wird streng, weil wir jeden Ablauf hinterfragen. Und es wird stark, weil wir unsere Patienten noch näher begleiten können.” Wir sind begeistert, diesen Prozess begleiten zu dürfen.

Herzlichste Grüße auch an die Kollegen in der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, mit denen wir so wertvolle Erfahrungen beim gemeinsamen SharePoint-Projekt sammeln durften. Noch freie “Visite-Termine” Anfang Dezember? 🙋‍♀️